Die Kräuter

.

Unsere nachfolgenden Pflanzenportraits stellen lediglich einen kleinen Einblick in unsere Kräuterwelt dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei gesundheitlichen Beschwerden befragen sie bitte einen Arzt oder Heilpraktiker. Auch die Behandlung mit Kräutern gehört in fachkundige Hände.

 

 

Agastache mexikana

Zur Gattung der Agastachen zählen viele aromareiche Arten und Sorten, die neue Geschmackserlebnisse in unsere Teetassen bringen. Diese aus Mexiko stammende Limonen-Duftnessel überrascht mit Aromen von Zitrone und Anis.

Nur im Weinbauklima ist es möglich, diese kälteempfindliche Art mit einer Abdeckung aus Stroh draußen zu überwintern.

Ihre magentaroten Blüten sind eine besondere Dekoration für neue Dessertvariationen.

 

 

Anis-Ysop

Agastache foeniculum, Agastache anisata

 Mit Aromen von Anis und Lakritze bringt uns diese Duftnessel- Art Ruhe und entspannende Wärme in stressige Zeiten.

Bei Verdauungsbeschwerden, sowie Übelkeit und Erbrechen kann sie Linderung verschaffen.

 Ursprünglich stammt die nektarreiche, blühfreudige Pflanze aus Nordamerika, wo sie von Imkern im 19.Jahrhundert großflächig angebaut wurde.

Bärwurz

 Meum athamanticum

Dieses Kraut, mit seinem kräftig-deftigen Geschmack und den feingefiederten, fenchelähnlichen Blättern wächst bei unseren Kräuterfrauen im Schwarzwald in Höhenlagen ab 600m.

Für unsere Teemischung "Lebe wild" werden die Blätter vor der Blüte geerntet und schonend getrocknet.

Bärwurz regt den Appetit an und fördert die Verdauung.

Im Bayrischen Wald wird ein Schnaps  daraus hergestellt, wozu die verwandte Alpen-Mutterwurz verwendet wird.

Basilikum

Ocimum basilicum

Der wärmeliebende Einwanderer aus den tropischen Gebieten Indiens wird von unseren Kräuterfrauen in der Rheinebene und am Bodensee angebaut.

Verdauungsfördernde, blähungstreibende und krampflösende Eigenschaften sagt man ihm nach.

Sorten mit Zimt- oder Zitronenaroma eignen sich hervorragend zur Herstellung eines aromareichen, konzentrationsförderndenTees.

 

Bohnenkraut

Satureja hortensis

Dieses beliebte Küchengewürz verarbeiten wir zu unserem Bohnenkrautsalz.

Sein pfeffriges Aroma passt nicht nur zu Bohnen, sondern verfeinert auch andere Gemüse- und Kartoffelgerichte.

In früheren Zeiten sollte es den teuren Pfeffer ersetzen.

Seine Inhaltsstoffe regen den Appetit und die Verdauung an und wirken entblähend.

 

 

 

Brennnessel

Urtica dioica, Urtica urens

Wer hat sie nicht schon zu spüren bekommen? Üppig und eigensinnig wächst sie wo sie will und steht uns mit ihrer Heilkraft zur Verfügung.

Zur Frühjahrskur schätzt man ihre harntreibenden, immunregulierenden, durchspülenden Eigenschaften, die die Müdigkeit vertreiben und den gesammten Organismus stärken.

Auch zur Vorbeugung und Therapie rheumatischer Erkrankungen und degenerativer, arthrotischer Leiden leistet die Brennnessel gute Dienste.

Schon der naturheilkundliche Pfarrer Sebastian Kneipp empfahl seinen Rheumapatienten, die betroffenen Stellen mit frischen Brennnesseln zu peitschen - der Teegenuss ist wesentlich angenehmer!

 

Brombeerblatt

Rubus fruticosus

 

ich warte noch auf eine passende Rezeptur

Chili

 Capsicum annuum

In der Mischung mit naturbelassenem Steinsalz, ergibt unsere Chili-Ernte ein feines Würzsalz mit feuriger Note.

Die kleinen Paprikafrüchte werden, wenn sie gemahlen sind, als Cayennepfeffer bezeichnet. Botanisch gesehen gehören sie der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) an und haben nichts mit dem Pfeffer (Piperaceae) zu tun.

Dill

 Anethum graveolens

"Ich hab Senf und Dille; Mann, wenn ich rede schweigst du stille" In früherer Zeit ein Zauberspruch, den die Braut  in der Kirche murmelte während sie  heimlich ein Dillzweiglein bei sich trug...

Doch auch Sinnvolles gibt es über den Dill zu berichten. Die Volksmedizin verwendet ihn bei Beschwerden im Magen-Darm Bereich, wegen seiner verdauungsfördernden und krampflösenden Eigenschaften. Außerdem regt er den Appetit an. Auch in der Stillzeit wird er empfohlen, da er die Milchbildung fördert.

Verzaubern können Sie damit jedoch ihre Speisen; Dill eignet sich hervorragend als aromatisches Gewürz für Salatsoßen, eingelegtes Gemüse, Fischgerichte, Kräuterquark und Buttervariationen.

 

Dost

Origanum vulgare

Verzaubert mit pinkfarbener Blütenpracht unsere Kräutergärten und lockt zahlreiche Hummeln, Bienen und Schmetterlinge an.

Im Mittelalter galt sie als Schutz- und Zauberpflanze gegen alles Schädliche.

Mit ihrer verdauungsfördernden, krampf- und schleimlösenden Eigenschaft, steht sie uns als heimische Origanum-Art als Tee- und Würzkraut (Pizza) zur Verfügung.

Drachenkopf

Dracocephalum moldavica

Stammt ursprünglich aus Osteuropa und wird auch Moldavische oder Türkische Melisse genannt.

Der Drachenkopf ist nicht mit der Zitronenmelisse verwandt, erinnert jedoch mit seinem frisch- würzigen Zitronenaroma an diese.

Seine blauen Lippenblüten sind eine optische und geschmackliche Bereicherung für unsere neue Teekreation Spür die Sonne.

 

Erdbeerblätter

Fragariae Folium

Die Blüte der Erdbeere besitzt, wie alle Rosengewächse, fünf Blütenblätter. Wenn diese sich zeigen, ist die beste Zeit, behutsam ein paar grüne Erdbeerblätter für einen wohlschmeckenden Tee zu ernten. Ihr Gerbstoffgehalt ist zu diesem Zeitpunkt noch gering.

Sebastian Kneipp empfahl Erdbeerblättertee als gesundheitsförderndes Getränk für schwächliche Kinder.

Wir empfehlen Erdbeerblätter in unserer neuen Teekreation Spür die Sonne heiß oder auf Eis, als erfrischenden Haustee für die ganze Familie.

 

Frauenmantel

Alchemilla vulgare

Diese kostbare Pflanze der Frauenheilkunde kann bei Wechseljahrsbeschwerden und Menstruationsstörungen regulierend wirken. In der Volksheilkunde zählt sie zu den wichtigsten Pflanzen, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett heilsam begleiten.

Wegen ihrer zusammenziehenden, wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften, finden Tee oder Tinktur außerdem bei Magen-Darmerkrankungen und als Spülung bei Entzündungen im Mund und Rachen Anwendung.

 

Gänseblümchen

Bellis perennis

 

ich warte noch auf eine passende Rezeptur

Giersch

Aegopodium podagraria

Gundelrebe

 Glechoma hederaceae

Schon in vorchristlicher Zeit wurde die Gundelrebe als Heilpflanze  für Mensch und Tier sehr geschätzt. Man benutzte sie äußerlich zur Wundversorgung und gab sie als geflochtenen Kranz den Kühen, damit sie mehr Milch gaben.

Wer in den Genuss einer traditionellen Gründonnerstagssuppe kam, war das ganze Jahr über vor Krankheiten geschützt. Die Gundelrebe, auch Gundermann genannt, war eine wichtige Zutat derselben.

Die jungen, blühenden Triebspitzen mit ihrem leicht herben Aroma eignen sich gut als Gewürz für Suppen und Salate, sowie Quark und Eierspeisen.

Damit sie nicht erst auf die Suche gehen müssen, haben wir für sie aus der Gundelrebe, zusammen mit fünf weiteren typischen Frühlingskräutern und naturbelassenem Steinsalz unser Frühlingssalz kreiert.

 

Himbeerblätter

 Rubus idaeus

Erstmals von mittelalterlichen Klöstern in Kulturen angebaut, ist die Himbeere inzwischen in unseren Gärten weit verbreitet.

Der zusammenziehende Tee der gerbstoffreichen Blätter kann bei Schleimhautentzündungen und Durchfall hilfreich sein. Hebammen empfehlen Himbeerblätter-Tee geburtsvorbereitend. Die Volksmedizin verwendet den Tee zur Kräftigung des Zahnfleisches, bei Magen-Darmbeschwerden sowie bei Hautausschlägen.

In unseren Teemischungen verwenden wir Himbeerblätter als schmackhaftes Füllkraut, um eine Entmischung der Kräuter zu verhindern.

Holunderblüten

Sambucus nigra

"Rinde, Beere, Blatt und Blüte, jeder Teil ist Kraft und Güte"

In früherer Zeit hoch verehrt und an jedem Gehöft als Schutzbaum zu finden, galt der Holunder als "Apotheke der armen Leute" und als Sitz des guten Hausgeistes, der Göttin Holda. ( althochdeutsch "hold" = heilen ) Sie wachte über das Wohlergehen von Mensch, Tier und Pflanze.

Heute schätzt man vor allem bei Erkältungskrankheiten die schweißtreibenden und fiebersenkenden Eigenschaften der Blüten, die als Tee, Sirup, Badezusatz und Inhalation zur Anwendung kommen.

 

Hopfen

Humulus lupulus

 

ich warte noch auf eine passende Rezeptur

Johannisbeerblätter

Ribes nigrum

 

ich warte noch auf eine passende Rezeptur

 

 

Johanniskraut

Hypericum perforatum

Zur Zeit der Sommersonnwende hat es die größten Lichtkräfte für uns gespeichert. Der in ihm enthaltene rote Farbstoff, das Hypericin, nimmt UV-Strahlung auf und überträgt es auf unseren Organismus.

"Johanniskraut bringt Licht in die dunklen Ecken der Seele"

Bei Schlaflosigkeit und nervöser Unruhe kann es gute Dienste leisten.

Schon Paracelsus rühmte seine antidepressive Wirkung.

Äußerlich kommt das Johanniskrautöl bei Sonnenbrand und Verletzungen von nervenreichem Gewebe zum Einsatz, z.B. bei gequetschten Fingern oder Hexenschuss.

 

Kamille

Matricaria recutita

Ab Juni werden alle 2-3 Tage die balsamisch duftenden Blütenköpfe in  mühevoller Handarbeit geerntet.

Die beruhigenden, entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften der Kamille, können bei Magen-Darm Problemen und Menstruationsbeschwerden lindernd wirken.

Inhalationen bei Erkrankungen der Luftwege sowie Auflagen und Spülungen bei Haut-und Schleimhautentzündungen sind in der Volksmedizin wohlbekannt.

Eine Kamillentinktur wird außerdem zur Desinfektion von Wunden empfohlen.

 

Klatschmohn

Papaver rhoeas

Nur ein einziger Tag dauert das Blütenfest des Klatschmohns, bevor er Tags darauf welkt und seine pergamentartigen Blütenblätter zu Boden fallen.

Tägliches Pflücken der samtweichen Blüten ist daher nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch ein sinnliches Vergnügen. Das feurige Rot strahlt Vitalität und Lebensfreude aus.

Als Heilpflanze findet der Klatschmohn heute kaum noch Verwendung.

Die Blütenblätter mit ihrem leicht vanilligen Aroma dienen als essbare Dekoration und als Schmuckpflanze in unserer Teemischung "Blühe auf".

 

Königskerze

Verbascum densiflorum, Verbascum thapsus

In den Vormittagsstunden, sobald sich der Morgentau verflüchtigt hat, sammelt man die goldgelben nach Honig duftenden Kronblüten. Sie müssen rasch getrocknet und luftdicht gelagert werden, um Farbe und Qualität zu erhalten. Frisch geerntet, nach Ausknipsen der behaarten Staubblätter, eine hübsche und schmackhafte Speisedekoration.

Der Tee kann bei trockenem Husten und gereizten Schleimhäuten Linderung verschaffen. Er gilt als entzündungshemmend, hustenlösend, sekretverflüssigend und auswurffördernd.

Im Mittelalter dienten die bis zu 2m langen Blütenstiele in Harz und Pech getaucht als Fackeln. Bis in die heutige Zeit ist die Königskerze festes Bestandteil der Kräuterbüschel, die an Maria Himmelfahrt in der Kirche geweiht werden und einst zum Schutz vor Blitzschlag und Krankheit unter das Dach gehängt wurden.

 

Kornblume

Centaurea cyanus

Die himmelblauen Blüten der Kornblumen waren früher häufig in Getreidefeldern zu finden. Nach der Industrialisierung der Landwirtschaft ist dieser  Anblick fast gänzlich verschwunden. Auch medizinisch hat sie heute kaum noch Bedeutung.

Wir Kräuterfrauen holen uns mit ihr ein Stück Himmel auf Erden in unsere Gärten, um damit unsere Tees und  den Blütenzucker für Sie zu verschönern.

 

Lavendel

Lavendula angustifolia, Lavendula officinalis

Der sonnenhungrige Lavendel entwickelt auch unter der südbadischen Sonne sein wohlduftendes ätherisches Öl, welches ihm als selbstproduzierter Sonnenschutz dient. Auch unserer Haut kann es bei Verbrennungen durch seine beruhigende und wundheilende Wirkung hilfreich sein und  außerdem vor Pilzerkrankungen schützen.

Tees, Badezusätze und Duftkissen mit Lavendel beruhigen und fördern einen entspannten Schlaf.

Hohen Bekanntheitsgrad erlangte die Lavendelblüte im Jahre 1709, als in der Glockengasse 4711 in Köln das "Eau de Cologne" kreiert wurde, dass unter anderem Lavendel enthält. Napoleon war so begeistert von diesem Duft, dass er kistenweise "Kölnisch Wasser" orderte.

Kleidermotten mögen den Geruch des Lavendels nicht und bleiben dem bedufteten Kleiderschrank fern, doch Vorsicht - für Lebensmittelmotten gilt dies nicht !

 

Liebstöckel

Levisticum officinale

Diese imposante Staude kann bis zu 2m hoch werden und beansprucht im Garten einen Einzelstandort, da sie das Wachstum benachbarter Pflanzen behindert. Vor der Blüte geerntete Blätter haben den besten Geschmack.

Er erinnerte wohl manche Menschen an ein sehr bekanntes Suppengewürz und brachte ihm den Volksnamen "Maggikraut" ein. Diese Flüssigwürze enthält übrigens kein Liebstöckel, sondern wird auf der Basis von Leguminosen hergestellt.

Echten Liebstöckel finden sie zusammen mit fünf weiteren frühlingsfrischen Kräutern, vermählt mit mineralreichem Steinsalz in unserem Frühlingssalz.

 

Lindenblüten

Tilia platyphyllos (Sommerlinde), Tilia cordata (Winterlinde)

Erst im Alter von 15-20 Jahren blüht eine Linde zum ersten mal. Doch dann schenkt sie uns jedes Jahr aufs Neue zahlreiche, wunderbar nach Honig duftende Blüten, die nicht nur von Bienen gerne besucht werden.

Unsere Vorfahren trafen sich unter der herzförmigen Baumkrone der Dorflinde zu Spiel und Tanz, um Feste zu feiern und Geschichten zu erzählen. Doch auch Gerichtsverhandlungen wurden hier abgehalten, denn die Linde sollte bewirken,"dass die reine Wahrheit ans Licht komme".

Als wichtigstes schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten, das außerdem auch die körpereigene Abwehr stärkt, ist ein Tee aus Lindenblüten in der Volksmedizin bis heute bekannt.

 

 

Majoran

Origanum majorana

 

Mauretanische Malve

Malva sylvestris ssp. mauretania

Diese großblumige Unterart besitzt samtige, dunkelviolette Blüten von besonderer Schönheit, deren Farbe beim Trocknen in tiefdunkles Lila wechselt.

Auch der Aufguss einer Teemischung, in der die Malve enthalten ist, z.B. "Denk klar" wird zu einem Schauspiel der Farben. Das anfängliche Grün wechselt bald über blau zu gelb-bräunlichen Farbnuancen.

Durch seine reizmildernden Schleimstoffe kann Malventee  bei Schleimhautentzündungen im Mund-und Rachenraum, gereiztem Magen- Darm Bereich sowie äußerlich zur Wundbehandlung hilfreich sein.

Minze, Pfeffer-

Mentha x piperita

 

 

Monarde

 Monarda didyma

Diese wunderschöne Blütenstaude, die auch Goldmelisse oder Indianernessel genannt wird, lockt mit ihrem kräftig roten Blütenfeuerwerk zahlreiche Hummeln und Bienen in den Kräutergarten.

Mit ihren würzigen Noten von Thymian und Bergamotte beschert sie uns eine aromareiche Abwechslung.

Als Heilpflanze verdient sie mehr Beachtung, denn die enthaltenen ätherischen Öle sind für ihre stark antiseptische und schweißtreibende Wirkung bekannt. Dies macht sie zu einer wunderbaren Husten- und Erkältungspflanze, was schon den Indianern Nordamerikas bekannt war. Dort galt sie als traditionelle Teepflanze und wurde häufig vor Schwitzhüttenzeremonien getrunken.

Wir bauen sie für unseren Tee "Bleib stark" an.

 

Oregano

 

 

Petersilie

 Petroselinum crispum

Das wohl bekannteste und meist verbreitete Küchenkraut, war schon in der Antike sehr beliebt. In Ihrem Heimatgebiet, dem östlichen Mittelmeerraum, kommt die Petersilie auch heute noch wild vor.

Durch ihre zahlreichen Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Kalium, Magnesium und viele Vitamine ist sie ein sehr gesundes Lebensmittel.

Bei den alten Griechen wurde sie als Heilpflanze, als Aphrodisiakum und zur Stärkung der Soldaten eingesetzt. Und im Mittelalter bei Nasenbluten, gegen Magenveschwerden und bei Harnsteinen verabreicht.

Pimpinelle, kleiner Wiesenknopf

Sanguisorba minor

 Das zu den Rosengewächsen gehörende Kräutlein kann man auf Wiesen, an Wegrändern und Böschungen finden. Es trägt auch die Namen Pimpernell und Bibernelle. Nicht zu verwechseln mit der 'Kleinen Bibernelle'. Dies ist ein Doldenblütler, den man allerdings auch als Küchenkraut verwenden kann.

Im Mittelalter war die Pimpinelle wohl in jedem Gemüsegarten zu finden. Außer in der Küche wurde sie auch zu Heilzwecken verwendet. Dies ist unschwer am lateinischen Namen 'sanguisorba' (sanguis - Blut und sorbere - aufsaugen) zu erkennen.

Die Pimpinelle hat einen leicht bitteren, nussartigen Geschmack und eignet sich als Würze von Salaten, Kräuterquark, Eierspeisen und kalten Suppen.

Ringelblume

Calendula officinalis

Wie kleine, gelbe und orangefarbene Sonnenblumen leuchten die Blüten der Ringelblume den ganzen Sommer mit der Sonne um die Wette.

Bereits Hildegard von Bingen empfahl sie bei Verdauungsstörungen, Vergiftungen und Ekzemen. Die Ringelblume kann also nicht nur bei Hautverletzungen, sondern auch bei entzündeter Mund- und Rachenschleimhaut helfen. Die Volksheilkunde bezeichnet sie auch noch als mild gallenfluss- und lymphabflussfördernd.

Ihren Namen verdankt die Ringelblume ihren zusammengeringelten Samen.

 

Rose

 

 

 

Rosmarin

Rosmarinus officinalis

 

 

Salbei

Salvia officinalis und andere

 

 

Sauerampfer

Rumex acetosa

Mit seinem säuerlich frischen Geschmack ist der Sauerampfer ein interessantes Wildkraut, das sich gerne zu Quark, Kräuterbutter, Blattsalaten und grünen Soßen gesellt.

Außer hohem Vitamin- und Mineralstoffgehalt bietet der Sauerampfer noch Bitter- und Gerbstoffe. Sie regen die Verdauung an und machen deftige Speisen bekömmlicher. Dies wurde bereits in der Antike von Griechen, Ägyptern und Römern geschätzt.

Als Heilkraut sollte Sauerampfer nicht bei Nierenleiden, in der Schwangerschaft und bei Eisenmangel verabreicht werden. Außerdem enthält er Oxalsäure und soll daher, wie auch beim Rhababer, nach dem 24. Juni nicht mehr geerntet werden.

Wir haben mit dem Sauerampfer den Frühling im Glas eingefangen.

Schafgarbe

Achillea millefolium

Die Pflanze mit dem 'tausendblättrigen' Laub (bot. millefolium) wird auch 'Augenbraue der Venus' genannt. Diesen Namen verdankt sie ihren geschwungenen, dicht gefiederten Blättern.

Seit alte her wird sie als Heilpflanze geschätzt. Wegen ihrer blutstillenden, entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften wurde sie bei Verletzungen vewendet. Doch sie wirkt auch appetitanregend, blähungswidrig, verdauungsfördernd und krampflösend. In der Frauenheilkunde wird sie als menstruationsregulierendes Kraut verwendet.

Als aromatisches Bitterkraut gehört die Schafgarbe traditionell zu den 'Grünen Neunen', die im Frühling als stärkende und reinigende Suppe gegessen werden.

Vorsicht ist bei bekannter Korbblütlerallergie geboten.

 

Schnittlauch

Allium schoenoprasum

Das bekannte Küchenkraut aus der Familie der Lauchgewächse ist in Europa zu Hause. Bereits Karl der Große empfahl es für den Garten. An feuchten Stellen kommt es auch heute noch wild vor.

Frisch geerntet enthalten die grünen Röhrchen viel Vitamin C. Doch auch die halbkugeligen, lilafarbenen Blüten sind essbar. Teilt man sie in ihre Einzelblüten, lassen sie sich als hübsche und schmackhafte Zierde über den Salat streuen.

Schnittlauch regt den Appetit an. Er soll die Verdauung fördern und harntreibende Eigenschaften haben.

Sonnenblume

Helianthus annuus

'Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich!'
- afrikanisches Sprichwort -

So macht es die Sonnenblume, die mit ihrem Blütenkopf stehts dem Verlauf der Sonne folgt.

Ihre leuchtenden Blütenblätter schmücken unsere Tees mit herrlichen Farbtupfern.

Spitzwegerich

Plantago lanceolata

 Als 'Herscher der Wege', wie man Wegerich aus dem germanischen übersetzen kann, ist der Spitzwegerich eine weit verbreitete Wiesenpflanze, die bereits in der Steinzeit als Wundmittel verwendet wurde. Mit dem frischen Saft mehrerer sauberen, zerknüllten Blättern kann man Insektenstiche und kleine Wunden erstversorgen. Der Saft wirkt blutstillend, abschwellend, keim- und entzündungshemmend, schmerz- und juckreizstillend.

Als anerkannte schleimlösende und reizmildernde Hustenpflanze ist sie bei Bronchial- und Lungenleiden dienlich und zudem sehr gut für Kinder geeignet.

 

Stockrose

Alcea rosea

Die Stockrose, auch Stockmalver, Bauerngartenrose und Garten-Pappelrose genannt, ist eine typische Bauerngartenpflanze. Eine üppige Blütenpracht ziert die 2m hohe Pflanze. Die Blütenfarben reichen von rot über rosa und lila bis hin zu gelb und weiß.

Durch ihren hohen Schleimstoffgehalt eignet sich die Stockrose bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum und trockenem Reizhusten.

Als Schmuckdroge verschönert sie jeden Tee.

Süßdolde

Myrrhis odorata

Die aus Mittel- und Nordeuropa (Schottland, Dänemark) stammende Staude wird auch Myrrhenkerbel genannt. Sie ist mit dem Kerbel verwandt, aber im Geschmack milder. In Skandinavien ist sie ein beliebtes Küchenkraut.

Das süßliche Aroma der farnartigen Blätter erinnert an Anis und Lakritze. Die noch grünen Samen sind eine kleine Leckerei und eignen sich zum Verfeinern von Süßspeisen.

Im Mittelalter galt sie als schleimlösendes Hustenmittel und blähungstreibende Verdauungspflanze.

Unseren Tees verleiht sie eine lieblich süßliche Note.

Taubnessel rot

Lamium purpureum

Eine Nessel, die nicht brennt. Daher der deutsche Name. Sie ist nicht mit der Brennnessel verwandt und hat keine Brennhaare. Die kleine rosa blühende Heilpflanze hat purpur überlaufene Blätter und ist in ganz Europa verbreitet.

Die ganze Pflanze soll heilkräftige Wirkung haben. Sie soll bei Hämorrhoiden helfen und bei Verkühlung die Nieren unterstützen und den Schweiß treiben.

Früher galt die rote Taubnessel als Heilmittel für die Männer, die weiße Taubnessel für die Frauen.

Taubnessel weiß

Lamium album

 Eine weit verbreitete Nesselart ohne Brennhaare. Sie gehört zu den Lippenblütlern und ist nicht mit der Brennnessel verwandt. Ihre weißen Blüten mit zuckerreichem Nektar und honigartigem Duft, locken verschiedene Hummelarten an. Auch Kinder saugen gerne die süßen Blütchen aus.

Durch die enthaltenen Schleimstoff, Gerbstoffe und ätherischen Öle wirkt sie schleimlösend, schmerzlindernd, krampflösend, entzündungshemmend und blutreinigend.

Alle Teile der Planze können als Tee aufgegossen werden und bei Menstruationsbeschwerden und Blasenentzündungen Linderung bringen.

 

Thymian

Thymus vulgaris

Der Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum trägt im Sommer ein lilarosa-farbenes Blütenkleid, das viele Bienen anlockt.

Thymian ist seit langer Zeit als Heilkraut bekannt und galt als 'Antibiotikum der armen Leute'. Mit schleimlösenden, keimhemmenden und krampflindernden Eigenschaften ist er ein bewährtes Hustenkraut.

Bereits die Ägypter benutzten ihn zum Balsamieren ihrer Toten. Als wichtiges Räucherkraut wurde Thymian auch im antiken Griechenland verwendet.

Tulsi, Indisches Basilikum

Ocimum sanctum

Dieses Basilikum ist anders. Sein Geschmack leitet unsere Gedanken nicht zu Tomaten und Mozzarella. Es ist kräftig und etwas eigenwillig.

Tulsi wird auch Heiliges Basilikum genannt und gilt in Indien als pflanzliche Manifestation des Gottes Vishnu. Daher ist es auch in jedem Tempelgarten zu finden.

Dem Tulsikraut werden viele gesundheitliche Wirkungen zugesprochen: Stärkung des Immunsystems, Verbesserung des Stoffwechsels, Hilfe bei mentalen Spannungen und Stressabbau.

Die besondere Note des Tulsikrauts wirkt in unserer Teemischung "Denk klar".

 

Ysop

Hyssopus officinalis

Der kleine, aus dem Mittelmeerraum stammende Strauch, lockt mit seinen zahlreichen Blüten Bienen und Schmetterlinge an. Blau, rosa oder weiß ziert ihn sein feines Blütenkleid. Duft und Geschmack sind ein wenig minzartig und würzig.

Hildegard von Bingen gab diesen Tee bei Atemwegserkrankungen mit Husten. Später wurde das gequetsche Kraut auch bei frischen Wunden und Schnitten als Wundverband genutzt.

Zitronenmelisse

Melissa officinalis

'Wie ein sanftes Ruhekissen wirkt der Tee von den Melissen.
Stärkt die Nerven, Herz und Magen,
hilft bei vielen Frauenplagen.
Fördert auch den Schlaf ganz herrlich,
kurzum:
macht sich unentbehrlich.'

Alte deutsche Volksweisheit

Zitronenverbene

Aloysia triphylla

Der stark nach Zitrone duftende Strauch hat seine Heimat in Südamerika, Uruguay. Doch schon sehr lange genießt man diesen wohlschmeckenden Tee auch in Frankreich. Dort wird er 'Verveine' genannt.

Inzwischen ist er glücklicherweise auch auf der anderen Rheinseite zu finden und wächst bei unseren Anbauerinnen im Rheintal und vereinzelt selbst in den Höhen des Schwarzwaldes.

Die Zitronenverbene wirkt beruhigend, krampflösend und verdauungsanregend.